Spotify unter Debian Wheezy

Ich benutze Spotify Premium, weil ich es leid war, auf umständlichen Wegen immer wieder meine Playlists zu sortieren oder mich um die Erweiterung dieser zu kümmern.  Aber nun genug von der Werbeveranstaltung, ich will ich kurz erzählen, wie man mit Aptitude Spotify ganz einfach installieren kann:

  1. sudo apt-add-repository -y „deb http://repository.spotify.com stable non-free“
    So wird das Spotify repository als Paketquelle hinzugefügt.
  2. sudo apt-key adv –keyserver keyserver.ubuntu.com –recv-keys 94558F59
    So wird der Public Key zur Verifizierung der Korrektheit hinzugefügt.
  3. sudo apt-get update
    Interne Versionslisten aktualisieren.
  4. sudo apt-get install spotify-client
    Fehlermeldung! Der Grund hierfür beruht darauf, dass Spotify gegen eine feste Version von libssl entwickelt wird, nämlich libssl0.98. Diese ist aber seit Release von Version 1.0 nicht mehr verfügbar und deswegen  müssen wir diese Version von Hand installieren:

    1. uname -a
      Ermittlung der verwendeten Architektur des Linux
    2. Download des Paketes aus den offiziellen Debianpaketquellen.
      Hinweis:
      i386 und i686 -> 32Bit
      amd64 –> 64Bit
    3. sudo dpkg –install libssl0.9.8_0.9.8o-4squeeze14_i386.deb
      oder mit Rechtsklick und dem GDebi-Paket-Installer das Paket installieren
  5. sudo apt-get install spotify-client
    Nun kann der Spotify-Client problemlos installiert werden.

Linux Server mit RAID 5 – Umstellung auf RAID 6

Nach 7 Monaten tadellosem Betrieb ist eine der Festplatten kaputt gegangen. Fehlerhafte Sektoren sagt das Analysetool. Die Festplatte wurde eingeschickt und gegen eine Ersatzfestplatte aus dem Bestand ausgetauscht. Eine vom System automatisch verschickte Email hat über die aus dem RAID Verbund entfernte Festplatte informiert.

Nach dem Einbau wurde die Festplatte partitioniert, formatiert und dem RAID Verbund als Spare hinzugefügt. Der Server hat automatisch und sofort mit der Wiederherstellung der Datenredundanzen begonnen.

Da einige der Festplatten auf einmal gekauft wurden und nahezu identische Seriennummern haben, besteht die Möglichkeit, dass zwei Platten gleichzeitig ausfallen können. Aus diesem Grund, wurde beschlossen das RAID 5 (mit aktuell 20 Terrabyte Daten) in ein RAID 6, anders gesprochen ein RAID 5 mit doppelter Redundanz, umzuwandeln. So können bis zu zwei Festplatten gleichzeitig oder sogar während der Wiederherstellung ausfallen, ohne dass Daten verloren gehen.

Dazu wurden zunächst Root-Rechte eingeholt:

Anschließend die Anzahl der im RAID-Verbund befindlichen Festplatten ermitteln:

In meinem Fall waren es 11 Festplatten zu je 2 Terrabyte.  Anschließend sollte der Zustand des RAIDs überprüft werden (gekürzte Ansicht):

Die zusätzliche Festplatte zur Erweiterung wie gehabt dem Verbund hinzufügen:

Erneut den Status prüfen:

Nun wird es heikel und es sollte mehrfach kontrolliert werden, ob die eingegebenen Daten an die eigenen Umstände angepasst worden sind, dies könnte andernfalls zum Datenverlust führen:

Das mdadm beginnt sofort mit dem reshape-Prozess, der die Daten neu anordnet und die zusätzliche Redundanz schafft. Dieser Prozess dauert mitunter sehr langeund bei meiner Konfiguration 8 Tage und 7 Stunden in Anspruch genommen. Sollte der Server in diesem Zeitraum neugestartet werden, ist der Prozess selbst idR nicht gefährdet, beginnt allerdings von vorne.

Die von mir verwendete Anleitung zur Erweiterung des RAID-Verbundes ist hier zu finden.

Linux Server mit RAID 5 – Inbetriebnahme

Nach dem Aufbau der Hardware werden zunächst vier Festplatten in den Server eingebaut. 1* Wester Digital Caviar Black 250 GigaByte und drei Western Digital WD20EZRX. Die Caviar Black dient als Systemplatte. Nach der Installation des Xubuntu (Ubuntu + Xfce) und den dazugehörigen Updates wird direkt mit der Installation des RAID begonnen.

Die Einrichtung des RAID kann dem Ubuntu Howto entnommen werden, darauf möchte ich nun nicht weiter eingehen.

Die Erzeugung des RAID 5-Verbundes kann durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen. In meinem Fall dauert es etwa 14 Stunden, es resultierte eine 4 Terrabyte große Partition, die durch Eintragen in /etc/fstab automatisch gemounted wird und ab sofort zur Verfügung steht. Warum wird das RAID zunächst nur für drei Festplatten angelegt? Aufgrund begrenzter Mittel wurden zum größten Teil vorhandene Festplatten genutzt. Deswegen wurden zyklisch die Daten zweier Festplatten auf das RAID kopiert und anschließend dem RAID hinzugefügt. Auch wenn dieser Prozess durchaus einige Zeit mehr in Anspruch genommen hat (ca. 1 Woche), konnte so durch den Zukauf von lediglich zwei Festplatten einiges an Geld gespart werden.

Quelle: Ubuntu RAID HowTo

Anschließend wird das RAID mit der Vergrößerung automatisch beginnen. Je größer das RAID wird, desto länger dauert die Erweiterung. Da dieser Prozess der empfindlichste im Betrieb eines RAIDs ist, sollte hier idealerweise eine unterbrechungsfreie Stromgversorgung und ein Nicht-Abstürzen der des Servers sichergestellt werden. Die Geschwindigkeit kann durch die Unterbindung von Lese- und Schreibzugriffen gesteigert werden.

Linux Server mit RAID 5 – Aufbau

Als Gehäuse wird ein vorhandenes Fractal Design Define XL genutzt. Dieses Gehäuse bietet Platz für 10 3,5″ Laufwerke und 4 5.25″ Laufwerke. Durch die Verwendung des ebenfalls vorhandenen IcyBox IB-555SSK kann sichergestellt werden, dass insgesamt 15 3,5″ Laufwerke eingebaut werden können. Der letzte freie Platz wird mit einem LG Bluray Brenner als Backup Option belegt. Da es sich um einen Server und keinen Gaming-Rechner handelt wird auf onBoard Grafik gesetzt statt dedizierter Grafik, so kann sehr viel Strom gespart werden.

Mainboard ist ein AsRock mit 7 SATA Steckplätzen. Der Sockel nimmt einen CoreI3 der dritten Generation auf. Zwei DeLock 4Port SATA-Controller erweitern die Anzahl der verfügbaren Steckplätze auf 15. Der Hauptspeicher wird mit großzügigen 8 GigaByte vermutlich niemals in Gänze genutzt, kann aber bei den Preisen großzügig ausgelegt werden, um die Last des RAIDs bei wiederholten Zugriffen auf gleiche Files weniger zu belasten. Der Prozessor ist mit maximal 3,3 GHz auf zwei nativen Cores getaktet und unterstützt Hyperthreading.

Zu diesem Zeitpunkt kann aufgrund mangelnder Informationen keine Aussage über die tatsächlich anfallende Last auf der CPU durch das Software-RAID gemacht werden. Es wird erwartet, dass beim Build/Rebuild/Resync die CPU ggf. komplett ausgelastet wird und so der Prozess erst etwas verzögert fertiggestellt wird, als mit einer potenteren CPU, wie beispielweise einem CoreI7.

*mehr im Fazit*

Beim Netzteil wurde ein Sharkoon sha350m bronze gewählt. Das einmalige Preisleistungsverhältnis hat hier überzeugt.

*auch zu diesem später mehr*

Linux Server mit RAID 5 – Anforderungen

Die Vorgeschichte:
NAS Anbieter wie Synology und QNAP stellen super Produkte her. Doch in dem Moment, wo mehr als vier Festplatten zu einem RAID Verbund zusammengefügt werden sollen wird es richtig teuer. Die Suche nach einer Möglichkeit 20 TerraByte speichern zu können, würde bei den beiden zuvor genannten Hersteller zwischen 900€ und 1.300€ kosten.
Alternativen erwünscht. Verwendung eines PCs mit einem 8 Port Hardware-RAID-Controller, alleine dieser kostet in vernünftiger Qualität auch seine 600€, hinzu kämen die Kosten der restlichen Hardware ca. 400€-600€ (je nach Bedarf). Eine weitere Lösung bietet Linux mit einem Software-RAID. Vorteile: Keine zusätzlichen Kosten für RAID Hardware und sehr hohe Flexibilität, was die Skalierbarkeit und Kompatibiltät angeht. Die Nachteile sind allgemein bekannt: Langsamer, Ressourcen-hungrig, instabil – MOMENT, das kann ich nicht bestätigen, aber dazu im Fazit später mehr.

Als Hardware wir ein Core-I3 Prozessor mit vier Kernen, auf einem Mainboard mit 8 SATA Ports verwendet. 8 GigaByte RAM und ein zusätzlicher 4 Port SATA Controller, um weitere SATA Anschlüsse anzubieten. Die übrige Hardware in Form von Gehäuse, Netzteil Festplatten Wechselrahmen etc. ist vorhanden. Elf HDDs von Western Digital zu je 2 TerraByte werden verbaut um den Anforderungen von 20 TerraByte zu genügen. Die Kosten belaufen sich auf 380€ plus 1100€ für Festplatten (Stand 10/2012).

Als Betriebssystem wird ein Xubuntu 12.10 eingesetzt.