Linux Server mit RAID 5 – Umstellung auf RAID 6

Nach 7 Monaten tadellosem Betrieb ist eine der Festplatten kaputt gegangen. Fehlerhafte Sektoren sagt das Analysetool. Die Festplatte wurde eingeschickt und gegen eine Ersatzfestplatte aus dem Bestand ausgetauscht. Eine vom System automatisch verschickte Email hat über die aus dem RAID Verbund entfernte Festplatte informiert.

Nach dem Einbau wurde die Festplatte partitioniert, formatiert und dem RAID Verbund als Spare hinzugefügt. Der Server hat automatisch und sofort mit der Wiederherstellung der Datenredundanzen begonnen.

Da einige der Festplatten auf einmal gekauft wurden und nahezu identische Seriennummern haben, besteht die Möglichkeit, dass zwei Platten gleichzeitig ausfallen können. Aus diesem Grund, wurde beschlossen das RAID 5 (mit aktuell 20 Terrabyte Daten) in ein RAID 6, anders gesprochen ein RAID 5 mit doppelter Redundanz, umzuwandeln. So können bis zu zwei Festplatten gleichzeitig oder sogar während der Wiederherstellung ausfallen, ohne dass Daten verloren gehen.

Dazu wurden zunächst Root-Rechte eingeholt:

Anschließend die Anzahl der im RAID-Verbund befindlichen Festplatten ermitteln:

In meinem Fall waren es 11 Festplatten zu je 2 Terrabyte.  Anschließend sollte der Zustand des RAIDs überprüft werden (gekürzte Ansicht):

Die zusätzliche Festplatte zur Erweiterung wie gehabt dem Verbund hinzufügen:

Erneut den Status prüfen:

Nun wird es heikel und es sollte mehrfach kontrolliert werden, ob die eingegebenen Daten an die eigenen Umstände angepasst worden sind, dies könnte andernfalls zum Datenverlust führen:

Das mdadm beginnt sofort mit dem reshape-Prozess, der die Daten neu anordnet und die zusätzliche Redundanz schafft. Dieser Prozess dauert mitunter sehr langeund bei meiner Konfiguration 8 Tage und 7 Stunden in Anspruch genommen. Sollte der Server in diesem Zeitraum neugestartet werden, ist der Prozess selbst idR nicht gefährdet, beginnt allerdings von vorne.

Die von mir verwendete Anleitung zur Erweiterung des RAID-Verbundes ist hier zu finden.

Ein Gedanke zu „Linux Server mit RAID 5 – Umstellung auf RAID 6“

  1. An sich eine sehr gute und ausführlich Beschreibung bzw. Anleitung. Allerdings sollte man auch bei einem RAID5 und auch bei einem RAID6 eine sinnvolle und regelmäßig aktualisierte Backupstrategie verfolgen, da der Ausfall weiterer Datenträger (wie erwähnt: z. B. fortlaufende Seriennummern) während des Rebuilds wahrlich keine Seltenheit ist. Ist erst das Rebuild abgebrochen, das <a href="http://www.attingo.de/datenrettung/raid-offline/ title="RAID Datenrettung"<RAID offline und der Serverausfall komplett, dann ist es in der Regel zu spät. Der Datenverlust ist da und wichtige Daten sind verloren und das Unternehmen steht still.

    Gut, ich weiß aus Erfahrung, dass dann panisch alle möglichen Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden die wenig sinnvoll bis fatal sind. Dann ist es oftmals sogar zu spät noch eine professionelle Datenrettungsfirma zu beauftragen. Also besser schon mit dem Aufsetzen des RAID Verbund eine klare Backupstrategie verfolgen, dann ist man im Notfall besser dran. 😉

    Mit freundlichem Gruß
    KA Sebastian Evers

    PS: Die vorigen Kommentar darf man wegen des ziemlich offensichtlichen Fehlers gerne entfernen. 🙂

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