Linux Server mit RAID 5 – Inbetriebnahme

Nach dem Aufbau der Hardware werden zunächst vier Festplatten in den Server eingebaut. 1* Wester Digital Caviar Black 250 GigaByte und drei Western Digital WD20EZRX. Die Caviar Black dient als Systemplatte. Nach der Installation des Xubuntu (Ubuntu + Xfce) und den dazugehörigen Updates wird direkt mit der Installation des RAID begonnen.

Die Einrichtung des RAID kann dem Ubuntu Howto entnommen werden, darauf möchte ich nun nicht weiter eingehen.

Die Erzeugung des RAID 5-Verbundes kann durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen. In meinem Fall dauert es etwa 14 Stunden, es resultierte eine 4 Terrabyte große Partition, die durch Eintragen in /etc/fstab automatisch gemounted wird und ab sofort zur Verfügung steht. Warum wird das RAID zunächst nur für drei Festplatten angelegt? Aufgrund begrenzter Mittel wurden zum größten Teil vorhandene Festplatten genutzt. Deswegen wurden zyklisch die Daten zweier Festplatten auf das RAID kopiert und anschließend dem RAID hinzugefügt. Auch wenn dieser Prozess durchaus einige Zeit mehr in Anspruch genommen hat (ca. 1 Woche), konnte so durch den Zukauf von lediglich zwei Festplatten einiges an Geld gespart werden.

Quelle: Ubuntu RAID HowTo

Anschließend wird das RAID mit der Vergrößerung automatisch beginnen. Je größer das RAID wird, desto länger dauert die Erweiterung. Da dieser Prozess der empfindlichste im Betrieb eines RAIDs ist, sollte hier idealerweise eine unterbrechungsfreie Stromgversorgung und ein Nicht-Abstürzen der des Servers sichergestellt werden. Die Geschwindigkeit kann durch die Unterbindung von Lese- und Schreibzugriffen gesteigert werden.

Linux Server mit RAID 5 – Aufbau

Als Gehäuse wird ein vorhandenes Fractal Design Define XL genutzt. Dieses Gehäuse bietet Platz für 10 3,5″ Laufwerke und 4 5.25″ Laufwerke. Durch die Verwendung des ebenfalls vorhandenen IcyBox IB-555SSK kann sichergestellt werden, dass insgesamt 15 3,5″ Laufwerke eingebaut werden können. Der letzte freie Platz wird mit einem LG Bluray Brenner als Backup Option belegt. Da es sich um einen Server und keinen Gaming-Rechner handelt wird auf onBoard Grafik gesetzt statt dedizierter Grafik, so kann sehr viel Strom gespart werden.

Mainboard ist ein AsRock mit 7 SATA Steckplätzen. Der Sockel nimmt einen CoreI3 der dritten Generation auf. Zwei DeLock 4Port SATA-Controller erweitern die Anzahl der verfügbaren Steckplätze auf 15. Der Hauptspeicher wird mit großzügigen 8 GigaByte vermutlich niemals in Gänze genutzt, kann aber bei den Preisen großzügig ausgelegt werden, um die Last des RAIDs bei wiederholten Zugriffen auf gleiche Files weniger zu belasten. Der Prozessor ist mit maximal 3,3 GHz auf zwei nativen Cores getaktet und unterstützt Hyperthreading.

Zu diesem Zeitpunkt kann aufgrund mangelnder Informationen keine Aussage über die tatsächlich anfallende Last auf der CPU durch das Software-RAID gemacht werden. Es wird erwartet, dass beim Build/Rebuild/Resync die CPU ggf. komplett ausgelastet wird und so der Prozess erst etwas verzögert fertiggestellt wird, als mit einer potenteren CPU, wie beispielweise einem CoreI7.

*mehr im Fazit*

Beim Netzteil wurde ein Sharkoon sha350m bronze gewählt. Das einmalige Preisleistungsverhältnis hat hier überzeugt.

*auch zu diesem später mehr*